DURCH BEWUSSTES ESSEN ABNEHMEN

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Regel Nummer #1: Zelebriere dein Essen

Jetzt mal Hand aufs Herz, wann hast du dein Essen das letzte Mal so richtig genossen?

Zu lange her? So geht’s zumindest den meisten! Oft wird das Essen im Alltag zur Nebensache.

Zwar sind wir absolute Foodaholics, denken am Tag geschätzte tausend Mal ans Essen und setzen es auch zur Genüge um – schließlich kommen die Extrakilos ja nicht von alleine. Doch wenn wir essen, dann machen wir das meist nebenher. Wir gucken dabei Fernsehen oder spielen am Handy. Fakt ist, dass wir uns nicht aufs Essen konzentrieren.

Es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass du dein Mittagessen häufig innerhalb von zehn Minuten zwischen zwei wichtigen Terminen oder in der viel zu kurzen Mittagspause herunterschlingst. Time is Money, dementsprechend funktionieren wir.  Was wir dabei essen oder ob das Essen gesund ist, ist oft zweitrangig.

Hauptsache schnell, sättigend, lecker und im Idealfall nicht zu teuer!

Dieses Essverhalten wird schnell zur Gewohnheit. Selbst wenn du mal die Möglichkeit hast, abends gemütlich etwas zu kochen und ausführlich zu essen, so nimmst du diese wahrscheinlich oftmals gar nicht wahr.

Lieber gibt es zwischendurch ein paar kleine Snacks, um den Stresspegel zu senken. Außerdem schmecken diese kleinen süßen und fettigen Leckereien auch einfach viel zu gut!

Leider zieht dieses Essverhalten einige negative Folgen mit sich.

 

Durch das schnelle und unbewusste Essen nimmst du nicht wahr, wie viel du isst!

Wenn du schon haufenweise Diäten oder Fastenkuren hinter dir hast, kann es sein, dass dein Hunger-/Sättigungsgefühl nicht mehr so sensibel ist, wie es mal war. Insbesondere dann ist es wichtig, dass du bewusst isst.

Ein gesundes Sättigungsgefühl sorgt nämlich dafür, dass du dich nicht überisst. Funktioniert dieser Mechanismus nicht mehr, so musst du dies über den Kopf steuern. Und dieses Steuern gelingt dir nur dann, wenn du bewusst isst.

Oder mit anderen Worten: Wer unbewusst isst, isst oft zu viel und nimmt langfristig zu.

 

Auch gehen der Genuss und die Freude am Essen immer mehr verloren.

Hast du schon einmal etwas von der Genussübung gehört? Probiere es am besten doch gleich mal aus!

Du nimmst ein einziges Stück Schokolade (gerne dunkle Zartbitter Schokolade, da diese intensiver im Geschmack ist und gesünder) und lässt dir sehr viel Zeit dabei, dieses Stück zu essen.

Du kaust die Schokolade nämlich nicht, sondern lässt sie in deinem Mund zergehen. Schiebe das Stück mit der Zunge in deinem Mund hin und her und konzentriere dich auf den Geschmack. Einige riechen oder lecken auch an der Schokolade, bevor sie diese in den Mund stecken.

Wie genau du diese Übung umsetzt, ist dir überlassen. Wichtig ist, dass du die Schokolade ganz bewusst schmeckst, genießt und dir dabei viel Zeit lässt.

Würdest du eine ganze Tafel so essen, wärst du wahrscheinlich stundenlang damit beschäftigt.
Und genau das ist dein Ziel! Denn wenn du bewusst isst und das Essen genießt, so isst du im Schnitt langsamer und viel weniger.

 

Und wie setze ich das bewusste Essen praktisch um?

Wie so oft im Leben scheitert es meist nicht am fehlenden Wissen, sondern an der fehlenden Umsetzung. Solltest du ein hastiger Nebenbeiesser sein, dann weißt du wahrscheinlich, dass dein Essverhalten nicht das Gesündeste ist. Trotzdem änderst du nichts – weil du nicht weißt, wie.

Um dir auf die Sprünge zu helfen, habe ich dir meine Top 4-Techniken zusammengetragen:

 

Wie oft kaust du ?

Hast du schon einmal darauf geachtet, wie oft du das Essen kaust, bevor du es herunterschluckst? Die meisten Menschen kauen tatsächlich nur, soweit es nötig ist, drei bis vier Mal und runter damit.

Man könnte es fast schon als Schlingen bezeichnen. Doch hat man sich erst einmal daran gewöhnt, weil man durch Stresssituationen zu diesem hastigen Essverhalten gezwungen wurde, so wird es schnell zur Gewohnheit.

Versuche deshalb ganz bewusst, jeden Bissen 15-20 Mal zu kauen, bevor du ihn runterschluckst. Vielleicht erscheint es dir zu Beginn komisch, aber genauso schnell, wie man sich an das eine gewöhnt, so gewöhnt man sich auch an das andere.

 

Lege das Besteck auch mal beiseite.

Nimm dir Zeit für Pausen, auch beim Essen.

Sättigung ist ein Signal, welches vom Körper gesendet wird, um dir mitzuteilen, dass du genug gegessen hast. Dabei sind allerdings mehrere Prozesse beteiligt. Diese Prozesse beanspruchen etwa 20 Minuten.

Isst du nun in einem raschen Tempo, so passiert es, dass du weiter isst, obwohl du schon lange genug zu dir genommen hast. Dein Körper kommt nur nicht hinterher, dir dieses Signal früh genug mitzuteilen. Nicht selten treten anschließend ein unangenehmes Völlegefühl oder sogar Übelkeit auf.

Gib deinem Körper Zeit, dir zu signalisieren, was er braucht und was nicht. Die Biochemie hinter dem Hunger und der Sättigung ist verblüffend! Werde feinfühliger mit dir selbst und du wirst sehen, die Signale kommen.

 

Schmecke das Essen

Unsere Geschmacksnerven, vor allem hier in der westlichen Welt, sind oft unsensibel. Schuld daran sind die viel zu stark gewürzten oder gesüßten Speisen. Je konzentrierter etwas schmeckt, desto leckerer wird es von uns empfunden, damit ködert uns die Industrie.

Dass dabei viel zu viel Salz verzehrt wird, was unter anderem negative Konsequenzen für den Blutdruck mit sich bringt, wird ausgeblendet. Auch Süßspeisen werden immer süßer, was Volkskrankheiten wie Diabetes leichtes Spiel lässt!

Doch zum Glück lassen sich die Geschmacksnerven wieder sensibilisieren.

Versuche, so salzarm wie möglich zu kochen und konzentriere dich auf die Grundgeschmäcker der Lebensmittel. Durch langes Kauen und die bewusste Wahrnehmung des Geschmacks kann sogar das Essen einer einfachen Karotte zum Geschmackserlebnis werden. Lerne, das Essen wieder zu genießen

 

Keine Ablenkung beim Essen

Es hört sich simpel an, aber tatsächlich stellt es für viele eine Herausforderung dar.

Setze dich mit deinem Teller an einen Tisch und iss, nichts weiter – keine Musik, kein Fernseher, kein Handy – nur du und das Essen! Tatsächlich ist dies der gesündeste, Weg um das Essen zu sich zu nehmen. Nimm dir Zeit und genieße!

Tust du andere Sachen nebenher, nimmst du wieder nicht wahr, wie viel du isst und isst dadurch viel mehr.

Ziel des Ganzen ist es, das mechanische und automatisierte Essverhalten abzutrainieren. Iss nur dann, wenn du wirklich Hunger verspürst und nicht nur, weil du jeden Tag um diese Uhrzeit isst und es zur Gewohnheit geworden ist. Besonders bei Heißhungerattacken kann dir das bewusste Essen sehr helfen!

Höre auf deinen Körper. Werde dir bewusst darüber, was du tust und was du isst; nur so kannst du die Kontrolle über dich und deinen Körper zurückgewinnen.

Guten Appetit!

1 Kommentar

  1. […] Ernährungsmuster wieder sensibilisieren und erlernen. Wichtig ist hierbei, dass man langsam und bewusst isst. Dies beugt unkontrollierte Essattacken […]

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