SATT OHNE ESSEN – WIE SCHLAFEN DEINE ABNAHME UNTERSTÜTZT

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Regel Nummer #9: Vermeide zu kurze Nächte

Während du schläfst, finden in deinem Körper sämtliche Regenerations- und Reparaturprozesse statt. Man könnte sagen, dein Akku wird wieder aufgeladen.

Dein Körper braucht diese Ruhephase, um wieder fit für den nächsten Tag zu werden.

Bekommt der Körper diese Ruhephase nicht, so holt er sich diese einfach. Nicht ausreichend Schlaf zu bekommen, kann eine richtige Qual sein. Nicht umsonst wurde Schlafentzug früher auch als Foltermethode genutzt.

 

Zusammenspiel von Schlaf und Abnehmen

In der heutigen Zeit, in der alles schneller und effizienter funktionieren soll, muss der Schlaf dem Alltag manchmal weichen. Wer in Nachtschichten arbeitet, schläft plötzlich tagsüber und Schichtarbeiter haben ohnehin jegliche Regelmäßigkeit im Schlafverhalten verloren.

Doch was hat das alles nun mit dem Abnehmen zu tun?

Ein unregelmäßiger Schlafrhythmus und zu wenig Schlaf haben Auswirkungen auf den Körper. Viele Studien konnte bereits zeigen, dass „zu wenig Schlaf dick macht“

Aber wie lässt sich das erklären?

 

Schlafen macht satt

Beim Schlafen werden viele Hormone ausgeschüttet. Du wirst beispielsweise erst richtig müde, wenn das Hormon Melatonin in deinem Körper ausgeschüttet wird. Es ist quasi deine innere Uhr, die auf äußere Reize wie das Tageslicht reagiert.

Daneben wird im Schlaf auch das Sättigungshormon Leptin ausgeschüttet, gleichzeitig wird das appetitanregende Hormon Ghrelin unterdrückt.

Das sorgt unterm Strich dafür, dass du nicht um 3.47 Uhr mit knurrendem Magen vor dem Kühlschrank stehst, sondern ohne Unterbrechung durchschlafen kannst.

Solltest du jedoch zu kurz schlafen, so kommt es zu einer Störung in diesem Mechanismus.

Du würdest nach einer kurzen Nacht viel mehr Hunger verspüren, dadurch mehr essen und mehr Kalorien zu dir nehmen als nach einer Nacht mit ausreichend Schlaf.

Die appetithemmenden Hormone werden in einer kurzen Nacht nämlich kaum oder gar nicht ausgeschüttet.

 

Nachteulen verbrennen weniger Fett

Die durch den Schlafentzug verursachte erhöhte Menge des Hormons Ghrelin führt aber nicht nur zum gesteigerten Hunger.

Es verhindert auch den Abbau von Fettdepots. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass Kurzschläfer und Langschläfer bei gleichen Gewichtsabnahme eine andere Zusammensetzung der verlorenen Körpermasse aufweisen.

Während die Langschläfer vorrangig Fettmasse abnahmen, so war der Anteil der verlorenen Muskelmasse bei den Kurzschläfern nachweislich höher.

Und ein Verlust der Muskelmasse bremst den Abnehmprozess aus.

Muskeln müssen nämlich stärker durchblutet und versorgt werden als Fett und verbrauchen dadurch im Ruhezustand mehr Energie. Das heißt, dass dein Kalorienverbrauch selbst im Liegen höher ist, wenn du mehr Muskeln hast.

 

Kurzschläfer essen im Schnitt mehr und sind bewegungsfaul

Eine weitere sehr simple Erklärung ist, dass der Tag schlichtweg länger ist, wenn du weniger schläfst. Somit hast du mehr Zeit zum Essen. Das hört sich banal an, hat aber eine große Auswirkung.

Gleichzeitig fühlst du dich nach einer kurzen Nacht müde und schlapp. Dein Kreislauf ist heruntergefahren, wodurch du dich im Schnitt weniger bewegst. Sogar der Grundumsatz, sprich der Kalorienverbrauch, ist deswegen im Ruhezustand verringert.

Und solltest du dich trotz der kurzen Nacht zum Sport motivieren können, so ist der Erfolg auch hier geringer, wenn du deinem Körper anschließend nicht genug Erholung gibst.

Deine Muskeln brauchen nämlich genug Schlaf, um sich zu regenerieren. Bei zu wenig Schlaf wird der Muskelaufbau sogar gehemmt.

 

Je länger ich schlafe, desto besser?

Bei alledem möchte ich noch einmal betonen, dass bei den Langschläfern nicht die Rede von den Leuten ist, die nach 12 Stunden Schlaf vollkommen neben der Spur in den Tag starten.

Denn ab einem gewissen Level ist zu viel Schlaf auch wieder kontraproduktiv für die Gewichtsabnahme. Wer den halben Tag schläft, der hat weniger Zeit, sich zu bewegen, woraus ein verminderter Kalorienverbrauch resultiert.

Die gesunde Schlafstundenzahl ist sehr individuell, liegt aber im Schnitt zwischen sieben und neun Stunden.

Solltest du also weniger als sieben Stunden die Nacht schlafen, so ändere das!

 

Es zählt auch die Qualität

Neben der Schlafdauer ist auch die Schlafqualität entscheidend. Achte darauf, dass dein Zimmer ausreichend abgedunkelt ist, wenn du einschläfst. Dadurch setzt du mehr Melatonin frei, was deine Schlafqualität verbessert.

Auch auf Ablenkung solltest du beim Einschlafen verzichten. Kein laufender Fernseher oder sonstiges. Nutze die Einschlafphase, um geschehenes Revue passieren zu lassen, um dich zu sortieren und einfach mal ganz bei dir zu sein.

In dieser Phase bist du übrigens in einem ähnlichen Zustand wie in einer Hypnose, du hast Zugang zu deinem Unterbewusstsein und kannst Erlebtes viel besser verarbeiten.

Auch lassen sich Ziele in diesem Zustand sehr gut visualisieren. Überlege, dir wo du bist, wo du hinkommen möchtest und wie du das umsetzt. Bis zu 90% deiner Handlungen werden nämlich von deinem Unterbewusstsein gesteuert, weshalb es wichtig ist, dieses miteinzubeziehen.

Nutze diesen Moment für dich!

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