ICH SCHAFFE ES NICHT, ABZUNEHMEN! WIE VERGLEICHE DEINEN ABNEHMERFOLG BREMSEN

„Ich schaffe es nicht, abzunehmen.“ Es kann viele Faktoren geben, die dich glauben lassen, dass du nichts an deiner Figur ändern kannst. Häufig bremst du dich auch selbst aus, beispielsweise durch den Vergleich mit anderen. Ich verrate dir, warum dich das Vergleichen unglücklich macht und welche Strategien du stattdessen anwenden kannst.

 

VERGLEICHEN MACHT UNGLÜCKLICH

Vor allem, wenn es um unsere Figur geht, sind wir Weltmeister im Vergleichen – leider. Zwar wollen wir für uns selbst abnehmen, doch der Blick gehts immer wieder nach rechts und links, was uns wieder zurückwerfen kann. Vor allem diese Fragen begleiten uns dabei ständig:

  • Warum schaffe ich es nicht, abzunehmen?
  • Ich esse doch eigentlich viel weniger als mein Gegenüber, warum bin ich dann nicht so schlank?
  • Ich mache auch Sport, müssten dann die Kilos nicht genauso schnell purzeln wie bei XY?

Der ewige Vergleich – viele kennen dieses Gefühl. Es stoppt dich regelrecht in deinem Vorhaben und macht dich mit der Zeit richtig unglücklich.

Vor einiger Zeit bin ich auf ein Zitat gestoßen, dass diese Situation treffend beschreibt:

„Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“

Diesen Satz kann ich zu 100 % unterschreiben.

Wenn du dich nur auf dich konzentrierst, dann bist du oft viel nachsichtiger mit dir. Du möchtest zwar etwas ändern, aber wenn der Abnehmprozess langsamer stattfindet, stört dich das nicht besonders.

Sobald du einen Blick auf die Menschen in deiner Umgebung wirfst und anfängst, dich mit ihnen zu vergleichen, bist unzufrieden oder wirst sogar richtig unglücklich, wodurch du ungeduldig mit dir selbst wirst.

 

WARUM VERGLEICHEN WIR UNS?

Wie viele Verhaltensweisen ist auch der ewige Vergleich mit unserem Umfeld evolutionsbedingt. 

Der Mensch ist und bleibt ein Herdentier und in jeder Herde gibt es eine hierarchische Ordnung.

Natürlich ist jeder Mensch charakterlich anders, aber in der Regel streben viele Personen an, in dieser Hierarchie an einer oberen Position zu stehen. Jeder von uns möchte gemocht werden, möchte Bestätigung und Anerkennung von anderen bekommen. Daran hat sich seit Jahrtausenden nicht viel verändert.

Findest du dich selbst gut, weißt du ohne einen Vergleich mit anderen jedoch nicht, ob dieses „gut“ auch wirklich gut genug ist. Erst mit einem Blick auf dein Umfeld weißt du, ob du noch mehr geben musst oder nicht.

In unserem Gehirn hat sich diese Verhaltensweise verankert, daher ist uns auch heute noch der Vergleich mit anderen so enorm wichtig.

 

 

ICH SCHAFFE ES NICHT, ABZUNEHMEN! UND SOCIAL MEDIA IST AUCH KEINE HILFE

Die sozialen Medien haben diesen Vergleich in den letzten Jahren sogar noch verstärkt.

Früher hast du dich mit deinen Freunden, deinen Nachbarn oder deinen Kollegen verglichen. Ab und zu vielleicht mit einer bekannten Person aus Film, Fernsehen und Musik, deren Foto du in einer Zeitschrift entdeckt hast.

Aber durch Instagram und Co. ist die Messlatte noch um einiges gestiegen. Du siehst tagtäglich die vermeintlich perfekten Menschen und fragst dich natürlich, warum du nicht genauso aussehen kannst. Warum kann die Influencerin abnehmen, du jedoch schaffst es nicht?

Während du dich also früher mit reellen Situationen verglichen hast, siehst du heute lauter gestellte, vor- und nachbearbeitete Momentaufnahmen. Auch wenn du theoretisch weißt, dass die Bilder oftmals wenig mit der Realität zu tun haben, kommst du nicht umhin, dich zu vergleichen.

Der Vergleich hat dadurch ganz andere Dimensionen angenommen und ist sowohl gegenwärtiger als auch extremer.

 

VERGLEICH MIT FREUNDEN DIENT DER INSPIRATION

Natürlich dient dir auch heute dein Umfeld als Vergleich. Doch oft nutzen wir es als Inspiration, statt als Vergleich.

Du hast sicher Freunde, Bekannte oder Arbeitskollegen, an denen du bestimmte Sachen bewunderst. Das kann ein schöner Charakterzug oder die durchtrainierte Figur sein. 

Davon lässt du dich motivieren und versuchst, diese Verhaltensweise oder Entwicklungen in dein Leben einzubauen.

Das ist ein gesunder Weg, mit dem Vergleich umzugehen. Mit realen Personen fällt uns das leichter, weil wir die Geschichte dahinter kennen. Wir sehen, dass der wirklich nette Kollege auch einmal einen schlechten Tag hat und motzig ist. Wir erkennen, dass die Freundin für ihre schöne Figur jeden zweiten Tag das Fitnessstudio besucht und trotzdem auch Tage hat, an denen sie unmotiviert ist und zu Hause bleibt. Sie hat es auch nicht geschafft, von heute auf morgen abzunehmen.

In unserem Umfeld sehen wir die normalen, menschlichen Schwächen, die in den sozialen Medien natürlich nie vorkommen.

Erst diese vermeintliche Perfektion hinterlässt bei uns das Gefühl, nicht ausreichend zu sein.

 

DER ENDLOSVERGLEICH UND DAS RESULTAT: ICH SCHAFFE ES NICHT, ABZUNEHMEN!

Leider nimmt der Vergleich kein Ende. Du kommst eigentlich nie an deinem Ziel an. 

Du bewunderst eine Freundin für ihre schmale Figur. Dein Ziel ist es, ebenfalls so zierlich auszusehen. Du wirfst deine Ernährung um, machst vielleicht sogar eine Diät, gehst regelmäßig trainieren.

Nach einiger Zeit erreichst du dein Ziel und holst deine Freundin sozusagen ein. In deinem Kopf bist du plötzlich genauso viel Wert wie sie. Glücklich bist du aber dennoch nicht. Im Gegenteil: Du suchst dir den nächsten Vergleich.

Du guckst wieder nach rechts und links und wahrscheinlich auch auf Social Media und plötzlich ist dein Ziel so unerreichbar – weil in den sozialen Medien eben selten etwas nach Realität aussieht – dass du wieder unglücklich bist.

So wandern wir von einem Unglück ins nächste. Selbst wenn du eigentlich weißt, dass dich diese Verhaltensweise nicht voranbringt, machst du damit weiter.

 

VERGLEICHE FUNKTIONIEREN NICHT LANGFRISTIG

Ganz egal, ob du dich aufwärts oder abwärts vergleichst – langfristig tut dir nichts davon gut. 

Selbst wenn du dich kurzfristig glücklicher und selbstbewusster fühlst, dieses schöne Gefühl ist von anderen abhängig.

Rein faktisch hat sich nämlich nichts geändert. Du bist immer noch die gleiche Person mit den gleichen Charakterzügen, den gleichen Eigenschaften, der gleichen Figur. Du hast es immer noch nicht geschafft, abzunehmen – wenn das dein Ziel war.

Das einzige, was sich – kurzfristig – geändert hat, ist dein Selbstwertgefühl.

Dadurch, dass du dich in Relation zu einer anderen Person gesetzt hast, fühlst du dich wertvoller oder eben nicht. 

Allerdings kommen und gehen Menschen. Das bedeutet: Machst du dein Glücksgefühl von einer anderen Person abhängig, dann bist du immer davon abhängig.

Vergleiche sind daher kontraproduktiv und im Prinzip auch sinnfrei, denn sie fallen ungerecht aus.

 

WARUM VERGLEICHE IMMER SINNLOS SIND

Vergleiche mit anderen bringen dich selten weiter, denn sie sind unfair. Diese sechs Beispiele zeigen es anschaulich:

 

1. FITNESSSTUDIO

Du hast dich endlich im Fitnessstudio angemeldet. Beim ersten Besuch fällt dir direkt eine Person auf, die richtig durchtrainiert ist. Sofort vergleichst du dich und fühlst dich schlecht.

Du lässt jedoch völlig außer Acht, dass diese Person wahrscheinlich schon jahrelang mehrere Male pro Woche trainiert. 

Du bist ein*e Anfänger*in, die andere Person allerdings schon ein Profi.

Ihr beide steht an völlig anderen Standpunkten im Leben, daher kann ein Vergleich überhaupt nicht funktionieren.

 

2. ABNEHMEN

Du möchtest es schaffen, abzunehmen. Vergleichst du dich nun mit jemanden, der diesen Entschluss bereits vor Jahren gefasst hast, kann das ebenfalls nicht funktionieren.

Du fängst gerade erst an, dich mit Ernährung, Sport und anderen Themen zu beschäftigen. Die andere Person macht das schon so lange, sie weiß genau, was ihrem Körper guttut.

 

3. VORAUSSETZUNGEN

Wie schon am Beispiel mit den Äpfeln und Birnen gesehen: Jeder Mensch hat andere Voraussetzungen, die unter anderem genetisch bedingt sind.

Du wirst also wahrscheinlich nie exakt so schlank und zierlich aussehen können, wie du es bei einer anderen Person gesehen hast.

 

4. ZIELSETZUNG

Jeder Mensch hat andere Ziele im Leben. Vielleicht möchtest du den nächsten Halbmarathon in deiner Stadt mitlaufen, während dein Nachbar den Ultra-Marathon anstrebt.

Natürlich sieht daher sein Training komplett anders aus als deins. Aber dadurch ist es nicht schlechter. Im direkten Vergleich kann das allerdings so wirken.

 

5. GESAMTBILD

Oft siehst du nur das, was du sehen willst. Du bewunderst die schmale Taille deiner besten Freundin? Sie hingegen kann den Blick nicht von deinen Haaren lassen, weil sie viel fülliger sind als ihre.

Du fokussierst dich auf eine Sache und schaust dir nicht das Gesamtbild an. 

 

6. ÄUSSERLICHKEITEN

Du vergleichst dich mit anderen Personen und schließt darauf auf ihr ganzen Leben. Du lässt dich von Äußerlichkeiten blenden.

Ein schöner Mensch muss automatisch auch einen großen Freundeskreis haben, einen tollen Partner und einen super Job. Doch die Realität sieht nicht selten anders aus. 

Du siehst: Vergleiche sind sinnfrei!

 

BLEIBE DU SELBST

Um es mit einem bekannten Satz zu formulieren: Du kannst Äpfel nicht mit Birnen vergleichen. Mit uns Menschen ist das nicht anders.

Wir sind Milliarden unterschiedliche Obstsorten, von denen jede ihre Vorzüge hat – und natürlich auch ihre Nachteile.

Versuchst du dein ganzes Leben lang verzweifelt eine andere Obstsorte zu werden, dann scheiterst du am Versuch, jemand anderer sein zu wollen. Dabei vergisst du, dass du natürlich deine eigenen Vorzüge hast.

Was ist toll an dir? Was hast du, was andere nicht haben? Konzentriere dich auf dich selbst, anstatt nur anderen Eigenschaften oder Äußerlichkeiten nachjagen zu wollen. Schließlich gibt es immer Menschen, die Äpfel gar nicht mögen. Oder Birnen. Oder Bananen.

 

3 STRATEGIEN FÜR WENIGER VERGLEICHE IM LEBEN

Je mehr du dich mit anderen vergleichst, desto eher bremst du dich in deinem eigenen Leben. Wenn du nur siehst, wie schön und erfolgreich andere scheinbar sind, wirst du jeden Tag aufs Neue demotiviert, bis du irgendwann nicht mehr an deine Erfolge glaubst. „Ich schaffe es nicht, abzunehmen“ ist dann deine Realität.

Ich habe mittlerweile einige Strategien entwickelt, die mir dabei helfen, weniger nach rechts und links zu blicken. Denn glaube mir, ich kenne das auch! 

Vielleicht helfen sie dir ebenfalls:

 

1. FEIERE DEINE STÄRKEN

Was kannst du besonders gut? Was magst du an dir und worin bist du ziemlich genial?

Jeder hat Stärken – natürlich auch du!

Du hast mit Sicherheit schon richtig viel erreicht und das darfst du auch feiern.

Oft sehen wir unsere Erfolge gerade so als gut genug an und führen uns lieber vor Augen, was wir stattdessen nicht geschafft haben.

Aber auf deine Erfolge darfst du stolz sein. Dann brauchst du nämlich auch keine Vergleiche mit anderen, denn du kannst ganz für dich richtig viel auf die Beine stellen. Mache daher eine Liste und schreibe diese Dinge wirklich auf.

 

2. GENIESSE DEINE EINZIGARTIGKEIT

Dazu habe ich ebenfalls einen schönen Spruch gefunden: 

„Wir alle werden als Original geboren. Lasst uns nicht als Kopie sterben.“

Du bist einzigartig und das ist auch gut so. Genieße deine Stärken und deine Macken, denn sie machen dich letztendlich zu der Person, die du bist. 

 

3. BLEIBE BEI DIR

Fokussiere dich auf dich. Wie schon vorher gesagt: Ein Vergleich verändert nichts an dir. Er macht dich nicht schöner, schlanker, sportlicher, fitter oder auch schlechter. Er macht gar nichts.

Es löst nur ein Gefühl in dir aus, sonst ändert sich nichts.

Arbeite daher lieber an dir selbst und verändere dich, anstatt Zeit mit Vergleichen zu verschwenden.

 

Ich hoffe, meine Strategien helfen dir ein bisschen, damit du in Zukunft weniger auf die anderen blickst und lieber dich im Fokus behältst. „Ich schaffe es nicht, abzunehmen“ ist damit hoffentlich schon bald ein Satz, den du nicht mehr sagen wirst.

Vergleichst du dich auch mit anderen? Ich freue mich darauf, deine Geschichte zu hören.

 

 

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