SO SCHAFFST DU ES, DEN VERSUCHUNGEN BEIM ABNEHMEN ZU WIDERSTEHEN

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Regel Nummer #10: Mach dir einen Plan

Ich liebe es, Pläne zu schmieden: „Ab morgen esse ich nur noch drei Mahlzeiten, möglichst kalorienarm und zwischendurch gibt es nichts“. Bingo, dann sollte ich ja in drei Monaten schlank und rank sein. Wie schön es doch wäre, wenn alles so klappen würde wie geplant.

Was ich bei meinen Planungen jedoch selten berücksichtige, sind Geburtstagsfeiern, Sommerfeste oder Hochzeiten. Anders gesagt, Events, bei denen eine Versuchung nach der anderen lauert.

 

Doch wie kann man der Versuchung widerstehen?

Zunächst muss man zwischen der geplanten und der spontanen Versuchung unterscheiden.

Die spontane Versuchung kommt ganz unverhofft. Zum Beispiel, wenn du bei einer Freundin eingeladen bist, sie zur Feier des Tages einen Kuchen gebacken hat und dich damit überrascht. Doch dazu später mehr…

Geplante Versuchungen hingegen sind beispielsweise die bereits erwähnten Feste und Events. Bei denen ist es absehbar, dass du mit den leckersten Schlemmereien konfrontiert wirst. Das heißt, du kannst bereits Tage im Voraus planen, wie du mit dieser Situation umgehen wirst.

Dabei gibt es verschiedene Strategien, die ich dir heute vorstellen werde. Je nachdem, was für ein Typ du bist, wird dir eine dieser Strategien besonders liegen. Probiere dich einfach etwas aus, bis du deine ganz persönliche Lösung gefunden hast.

 

Der „Ausgleicher“

Der Ausgleicher plant bereits im Voraus. Wenn er weiß, dass am Sonntag ein großes Event mit einem großen Essensangebot ansteht, dann tritt er die Tage zuvor etwas kürzer.

Das heißt, er spart bereits ab Mittwoch oder Donnerstag Kalorien ein, indem er auf Zwischenmahlzeiten verzichtet oder kleinere Portionen isst. Ziel dabei ist es, durch die Kalorienersparnis der Vortage mehr am Tag des Events essen zu können.

Falls du diese Strategie verfolgst, dann achte darauf, dass du nicht vollkommen die Kontrolle verlierst, wenn du den leckeren Versuchungen ausgesetzt bist.

Zwar hast du in den Vortagen Kalorien eingespart, wodurch du problemlos mehr essen kannst. Allerdings solltest du deinen Kalorienbedarf im Schnitt nicht überschreiten. Solltest du zuvor 1000 Kalorien gespart haben, isst am Tag des Events jedoch 4000 Kalorien (und glaub mir, das geht schneller, als man denkt!), dann hast du im Schnitt eine positive Kalorienbilanz.

Wenn du abnehmen möchtest, sollte diese jedoch negativ sein.

Solange du am Tag der Versuchung noch halbwegs den Überblick behältst, kann diese Methode durchaus sinnvoll sein.

 

Der „Sportliche“

Wenn du keine Lust hast, im Voraus zu verzichten, aber trotzdem bei der Feier schlemmen möchtest, dann musst du die negative Energiebilanz auf eine andere Art und Weise erreichen. Vorausgesetzt, du möchtest weiterhin Gewicht verlieren.

Da lautet die Lösung: Sport! Bei dieser Strategie solltest du vor dem Event oder danach (oder beides) Sport treiben. Besonders eignet sich hier Ausdauersport, da du dabei viele Kalorien verbrennst.

Aber Achtung, auch hier musst du aufpassen. Viele überschätzen den Kalorienverbrauch durch die Sporteinheit und unterschätzen die Kalorienaufnahme beim Essen.

Solltest du also 500 Kalorien beim Laufen oder Radfahren verbrennen, wäre es fatal, wenn du durch die Versuchungen zusätzlich 1500 Kalorien zu dir nimmst.

Zu Beginn wäre es da eventuell sinnvoll, die Kalorien im Groben zu überschlagen – auch wenn ich eigentlich kein Freund des Kalorienzählens bin. Dennoch kann es anfangs sinnvoll sein, um ein Feeling für deine Kalorienaufnahme zu bekommen.

 

Der „Planer“

Dazu gehöre ich inzwischen. Wenn ich zu einer Party eingeladen werde, entscheide ich zuvor, wie ich mit den Versuchungen an diesem Abend umgehen werde. Meist versuche, ich einen Mittelweg zu finden. Das heißt, ich erlaube es mir beispielsweise, einen Teller des Hauptgerichts und einen Nachtisch zu essen.

So habe ich das Gefühl, nicht verzichten zu müssen. Dennoch gerate ich nicht in ein unkontrolliertes Essverhalten, da ich einen roten Faden habe, an dem ich mich orientieren kann.

Allerdings geht jeder mit solchen Situationen anders um. Wichtig ist es nur, dass du dir bereits im Voraus Gedanken dazu machst, wie du dich verhalten wirst. Tust du das nicht, wirst du wahrscheinlich impulsiv entscheiden. Und aufgrund des großen Essensangebotes isst man dann meist doch mehr als gewollt.

 

Spontane Versuchungen

Bei den spontanen Versuchungen hingegen hast du nicht die Möglichkeit, vorher einen Plan zu schmieden. Du wirst der Versuchung direkt ausgesetzt, ohne zuvor eine klare Entscheidung getroffen zu haben.

Wenn deine Freundin also ganz überraschend einen Kuchen für euch backt, ist es besonders wichtig, dass du dir nochmal bewusst machst, was dein eigentlicher Vorsatz ist und weshalb du ihn erreichen möchtest.

 

Sich nochmal sammeln

Nimm dir eine Minute und sammle dich. Mache dir bewusst, wo du gerade stehst und was du erreichen möchtest. Beantworte diese drei Fragen für dich im Kopf:

Warum möchte ich abnehmen?

Was ist mein Ziel?

Bringt mich dieses Verhalten meinem Ziel näher?

Ich persönlich trage immer einen kleinen Zettel in meinem Portemonnaie mit mir, auf dem ich genau diese Frage schriftlich ausführlich beantwortet habe. Immer, wenn ich in eine brenzlige Lage komme, denke ich an den Zettel, was mir einen kleinen Motivationsschub gibt.

 

Triff eine Entscheidung

Nachdem du dir eine Minute Zeit genommen und über deine Motivation nachgedacht hast, musst du nun eine Entscheidung treffen. Isst du den Kuchen, den deine Freundin gebacken hat, oder nicht?

Im Prinzip gibt es nur drei Optionen. Entweder du verzichtest, du erlaubst dir ein bisschen was oder du erlaubst es dir, ausnahmsweise mal zu schlemmen. Und hierbei gibt es kein Richtig oder Falsch. Manchmal muss man sich auch etwas erlauben, um anschließend motiviert und fokussiert weiterzumachen.

Wichtig ist dabei nur, dass du eine bewusste Entscheidung triffst und diese anschließend nicht bereust. Selbst wenn du zwei Stücke Kuchen gegessen hast, so ist das einzige, was zählst, dass du dich anschließend wieder motivieren kannst und am Ball bleibst.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Entscheidungen das A und O sind. Unabhängig davon, welche Entscheidung du triffst, ist es wichtig, dass diese bewusst stattfindet und nicht impulsiv und unüberlegt ist. Wer langfristig abnehmen möchte, wird früher oder später mit genau solchen Versuchungen konfrontiert. Also schmiede dir schon mal einen Plan, damit du gut vorbereitet bist.

 

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2 Kommentare

  1. Bärbel Reichenbaecher sagt:

    Hallo Bastienne
    Viele Jahre kämpfe ich mit Diäten, Ernährungsumstellung und Sport die kg fallen und ratz fatz sind sie doppelt drauf. In meinen Gedanken geht’s immer darf ich oder nicht. Jetzt werde ich 60 Jahre und bin froh das ich deine Seite gefunden habe.
    Dankeschön Bärbel

    • Bastienne sagt:

      Hallo liebe Bärbel,

      vielen Dank für dein Feedback. Mich freut es riesig zu lesen, dass dir meine Seite gefällt. Ich wünsche dir auf deinem weiteren Wege alles Gute.

      Ganz liebe Grüße,
      Bastienne

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